Ergebnis-ArchivÜberregionale MeisterschaftenDeutsche Meisterschaft Aachen


Deutsche Meisterschaft 2003 in Aachen 11.10.2003


50. Endlauf im ADAC Automobil-Turniersport

Bereits seit 1953 werden in Deutschland PKW-Turniere mit dem abschließenden Endlauf (Deutsche Meisterschaft) durchgeführt.
Wie damals beim ersten Endlauf wurde auch das Jubiläumsturnier in Aachen durchgeführt.

Die Durchführung dieser Veranstaltung wurde dem MSC Eilendorf e.V. im ADAC übertragen. Veranstaltungsort war das Gelände des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnologie in Aachen.

Am Freitag den 10.10.03 um 15.00 Uhr trafen sich die Referenten bzw. Beauftragten für Turniersport zu ihrer jährlich stattfindenden Sitzung. Zeitgleich wurde den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, die Auto-Sammlung „Gut-Hand“ oder die Crashanlage der Forschungsgesellschaft Kraftfahrtwesen mbH Aachen zu besichtigen ( www.fka.de ). Im Anschluss der Programmpunkte wurde die Besichtigung des Parcoursplatzes angeboten.

Um 19.00 Uhr erfolgte die Begrüßung der Teilnehmer in der Gaststätte Lindenhof. Viele hatten sich das ganze Jahr über nicht getroffen und freuten sich über das Wiedersehen.

Am Samstagmorgen wurde es langsam ernst. Um 8.00 Uhr begann die Technische Abnahme. Hierfür waren Detlef Hannes und Christoph Janoschek verantwortlich. Bei keinem Teilnehmer gab es einen Grund zur Beanstandung.

Insgesamt hatten sich 63 Teilnehmer aus 16 ADAC Regional-Clubs für den 50. Endlauf im ADAC Automobil-Turniersport qualifiziert. Zum ersten Mal war der ADAC Sachsen beim Endlauf vertreten.

Die ersten zwei Fahrzeuge des Tages, die den Parcours befuhren, nahmen außer der Wertung teil. Als erstes fuhr ein Opel Admiral aus dem Jahr 1953 bevor Horst Erning mit Beifahrer Roger Böhm für die erste Richtzeit des Tages sorgte.

Der anspruchsvolle Parcours war sowohl für große als auch für kleine Autos sehr gut zu befahren.

Im ersten Durchgang konnten 19 Fahrer die elf Aufgaben mit 0 Fehlern bewältigen. Schnell wurde klar, dass man hier zum Siegen sehr gute Zeiten fahren musste.

Der Stand nach dem 1. Durchgang:
1. Wolfgang Groth (95,40)
2. Klaus Oswald (99,48)
3. Stefan Bösewill (103,30)
4. Siegfried Groth (103,83)
5. Winfried Klein (103,87)

Die Platzierung bei den Damen:
1. Marianne Brand (127,77)
2. Sabine Jentsch (137,57)
3. Ute Erning (148,54)
4. Petra Soczek (170,37)

Im zweiten Durchgang wurde die Startreihenfolge geändert, der erste Starter war der Teilnehmer mit der höchsten Wertungspunktzahl, der letzte der zurzeit Führende. Da nur der beste der ersten beiden Wertungsläufe gewertet wurde, ging es in diesem Lauf in erster Linie darum, sein Ergebnis aus dem ersten Lauf zu verbessern.

Der Stand nach dem 2. Durchgang:
1. Stefan Bösewill (93,30)
2. Rolf Oswald (94,82)
3. Klaus Oswald (95,26)
4. Wolfgang Groth (95,40)
5. Siegfried Groth (98,51)

Die Platzierung bei den Damen:
1. Marianne Brand (122,89)
2. Sabine Jentsch (135,57)
3. Ute Erning (148,54)
4. Petra Soczek (164,62)

29 Fahrer hatten vor dem dritten Lauf 0 Fehler. Wiederum wurde die Startreihenfolge anhand der Platzierungen geändert. Andreas Kopp, der Pechvogel des zweiten Laufes (blieb mit seinem Simca mit Getriebeproblemen im Parcours stehen) fuhr in diesem Durchgang mit dem Polo von Peter Löbach. Bereits vor dem spannenden Finale der Herren stand die Platzierung der Damen fest.

Neue und bisherige Deutsche Meisterin: Marianne Brand (259,04)
2. Sabine Jentsch (269,65)
3. Ute Erning (274,04)
4. Jutta Karls (309,39)

Die letzten 10 Starter des Tages bei den Herren:

- Edi Singler fährt 0 Fehler, die Zeit 100,35 Sek., gesamt 204,60; zurzeit Erster.
- Winfried Klein, darf nicht mehr als 100,72 Sek. benötigen, wenn er vor Edi bleiben will. Winfried fährt einen 0 Fehler Lauf, rutscht mit einer Zeit von 102,98 jedoch hinter Edi.
- Hajo Schwob, der Organisator der Veranstaltung, darf 102,19 Sek. lang unterwegs sein, natürlich bei 0 Fehlern. Hajo fährt eine Zeit von 101,92 Sek. und setzt sich damit an die Spitze.
- Klaus Dieter darf sich mit seinem VW Polo 102,53 Sek. erlauben. Klaus fährt 108,77 Sek. und rutscht damit ab auf den Platz hinter Winfried.
- Kay Kudinow benötigt max. 103,19 Sek., um sich vor Hajo zu setzen. Kay fährt eine Zeit von 95,20 Sek., hat jedoch einen Fehler am Vorwärtsgatter.
- Siegfried Groth, dem amtierenden Norddeutschen und Süddeutschen Meister, reicht eine Zeit von 105,80 Sek., um sich vorerst auf den ersten Platz zu setzen. Siegfried fährt 99,07 Sek. bei 0 Fehlern. Das sind 6,74 Sek. Vorsprung vor Hajo.

Die letzten 4 Starter des Tages stehen am Start, noch ist alles offen.

- Wolfgang Groth darf sich 102,17 Sek. erlauben, dann ist der vierte Platz sicher. Wolfgang fährt eine Zeit von 90,26 Sek., schnellste Zeit des Tages!
- Klaus Oswald darf 90,39 Sek. benötigen, um sich vor Wolfgang zu schieben. Klaus versucht alles, fährt eine Zeit von 92,82 Sek. und liegt damit hinter Wolfgang auf Rang 2.
- Rolf Oswald darf max. 90,83 Sek. unterwegs sein, um Wolfgang zu schlagen. Rolf fährt die unglaubliche Zeit von nur 89,32 Sek., schnellste Zeit des Tages!
- Stefan Bösewill, der letzte Starter des Tages, darf, um diese Meisterschaft zu gewinnen, für seinen Durchlauf max. 90,83 Sek. benötigen. Es wird eine Zeit von 91,85 Sek., jedoch mit einem Fehler in der Parklücke und einer berührten Slalomstange. Stefan fällt zurück auf den 22. Platz.

Die endgültige Platzierung der Herren:

Deutscher Meister 2003: Rolf Oswald (184,14)
2. Wolfgang Groth (185,66)
3. Klaus Oswald (188,08)
4. Siegfried Groth (197,58)
5. Hajo Schwob (204,32)

Nach Ablauf der Protestfrist wurde der Ehrenlauf für die Gewinner des 50. Endlaufs im ADAC Automobil-Turniersport 2003 gestartet. Bei passender Musik und klatschenden Turnierfahrern fuhren Marianne und Rolf mit ihren bunt dekorierten Autos über den Turnierplatz.

Was sonst noch auf dem Turnierplatz auffiel:
Es waren mehrere Zeitungsreporter anwesend die von Willi Bösewill hervorragend betreut wurden. Außerdem war ein Fernsehteam von RTL anwesend, falls jemand den Bericht im Fernsehen aufgezeichnet hat wäre es gut, wenn wir (www.pkw-turniersport.de) ihn bekommen würden, um ihn auf unserer Internetseite zum Download anzubieten.

Die Organisation des Turniers war ausgezeichnet, hierfür noch einmal ein großer Dank an alle beteiligten Helfer.

Aufgrund der mittlerweile fortgeschrittenen Zeit wurde der Einlass zur Siegerehrung um eine Stunde verschoben. Nach der Begrüßung im Saaltheater Geulen wurde das kalt/warme Büffet eröffnet. Nach dem Essen begann die Siegerehrung. Anders als gewohnt war diese sehr unterhaltsam von dem Sprecher moderiert worden. Er hatte zu fast jedem Teilnehmer einen lockeren Spruch drauf. Zuerst wurden alle Helfer namentlich erwähnt, dann wurden den Platzierungen entsprechend die Teilnehmer auf die Bühne gebeten, jeder erhielt ein Erinnerungspräsent. Die sonst üblichen Pokale wurden in diesem Jahr durch sehr schöne gravierte Glaspokale ersetzt. Ungefähr nach der Hälfte der Siegerehrung hatte eine Showtanzgruppe ihren großen Auftritt. Die Gäste waren so begeistert, dass die Gruppe noch eine Zugabe tanzen musste. Nachdem alle Teilnehmer und natürlich auch die Mannschaftssieger geehrt worden sind, ging es zum gemütlichen Teil über. Ein Alleinunterhalter sorgte bis in die Nachtstunden für ausgelassene Stimmung.

Wie aus gut informierten Kreisen bekannt wurde, soll anschließend im Hotelzimmer des Deutschen Meisters noch ausgiebig weitergefeiert worden sein, anwesend soll auch die Deutsche Meisterin gewesen sein...

<<Zurück ^ nach oben ^