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31. Westdeutsche Turniersport Meisterschaft in Detmold (ADAC Ostwestfalen-Lippe) am 17.09.2005


Bereits zum 31. Mal wurde die Westdeutsche Meisterschaft ausgetragen. Zum ersten Mal durften jedoch nach dem Rückzug des ADAC Mittelrhein die Weser-Ems-Fahrer teilnehmen.

Am Freitag erfolgte ab 18.00 Uhr im Hörster Krug die Ausgabe der Fahrerunterlagen. (Hinweis an die Teilnehmer der Norddeutschen Meisterschaft in Schleswig: im Anschluss an die Ausgabe der Fahrerunterlagen findet ein Fahrertreff statt, um rege Beteiligung wird gebeten!)

Am Samstag ging es dann ab 8.00 Uhr mit dem Aufstellen der Fahrzeuge im parc fermé los. Das Turniergelände des TÜV Nord war dem einen oder anderen Teilnehmer noch von der Norddeutschen Meisterschaft 2002 bekannt. Insgesamt waren 51 Teilnehmer am Start, davon 6 Damen. Es mussten 3 Wertungsläufe auf drei verschiedenen Parcouren absolviert werden, alle Läufe in Wertung.

Um kurz nach 9.00 Uhr erfolgte dann der Start zum 1. Wertungslauf. Der Parcours war in der Aufgabenreihenfolge Slalom vorwärts, Wenden doppelt, Slalom rückwärts (hier wurden die letzten drei Tore des Slalom vorwärts verwendet), Spur, Vorwärtsgatter, Rückwärtsgatter, Fahrgasse, Einparken rechts und Haltelinie zu bewältigen. Von den ersten 10 Startern kamen 8 mit 0 Fehlern ins Ziel. Nach dem ersten Wertungslauf lag Horst Erning mit 0 Fehlern und einer sehr sehr guten Zeit von 70 Sek. in Führung. Es stellte sich jedoch heraus, dass hier ein Übertragungsfehler vorlag, die Zeit wurde auf 77 Sek. korrigiert. An der Platzierung für Horst änderte sich jedoch nichts. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Hajo Schwob und Gerhard Schichter. Bei den Damen lag Stefanie Börnke vor Andrea Lemberg und Ute Erning.

Im zweiten Durchgang musste der Parcours in einer anderen Reihenfolge durchfahren werden. Es ging los mit Einparken links, Fahrgasse usw. Die Startreihenfolge ergab sich aus dem Ergebnis des 1. Laufes, der „Schlechteste“ fing an, der „Beste“ kam zum Schluss. Aus meiner Sicht waren in diesem Durchgang die kleinen Fahrzeuge leicht im Vorteil. Nach dem Ende des 2. Durchgangs lag bei den Herren Horst Erning vor Hajo Schwob und Gerhard Schichter. Bei den Damen führte weiterhin Stefanie Börnke vor Andrea Lemberg und Ute Erning.

Zum 3. und entscheidenden Durchgang wurde der Parcours noch einmal umgebaut. Die Aufgabe „Wenden“ fiel raus. In einem spannenden Finale siegte bei den Damen Andrea Lemberg mit 3 0-Fehler-Läufen vor Stefanie Börnke, die super Zeiten fuhr, jedoch im 3. Lauf einen Klotz in der Fahrgasse umwarf und die Spur berührte. 3. Dame wurde Ute Erning mit jeweils einem Fehler im 2. und 3. Lauf. Bei den Herren war es ebenfalls recht spannend. Stefan Bösewill, bisher mit einem Fehler auf dem 4. Platz, berührte die Spur. Gerhard Schichter, bisher 0 Fehler, bekam beim Einparken links Probleme und fuhr auf den Balken auf, womit sich die Westdeutsche Meisterschaft für ihn erledigt hatte. Als nächster Fahrer war Hajo Schwob dran, normaler Weise ein sicherer 0-Fehler-Kandidat, doch im letzten Tor des Rückwärtsslaloms erwischte es auch ihn. Jetzt hatte es Horst Erning als letzter Fahrer in der Hand, auch mit einem Fehler sollte es normaler Weise reichen. Start frei für Horst: Parken 0, Fahrgasse 0, Vorwärtsgatter 1, Rückwärtsgatter 0 und dann Abbruch, weil ein Helfer im Vorwärtsslalom stand. Sicherlich das Ärgerlichste, was einem in solch einem Moment passieren kann. Also noch einmal Start frei zum 2. Versuch. Diesmal passte bis einschließlich Rückwärtsslalom alles, Spur 1 Fehler, Haltelinie 0. Der neue Westdeutsche Meister heißt Horst Erning!

Die Siegerehrung wurde dann am Abend im Hörster Krug durchgeführt.

Alles in allem war es eine gut organisierte Veranstaltung, dennoch dürfte etwas Kritik angebracht sein. Auffallend war, dass sich Sportwarte unnötiger Weise selbst in Gefahr gebracht haben. Als Beispiel möchte ich hier die Aufgabe „Wenden“ erwähnen. Es darf nicht sein, dass man auf seinem Klappstuhl direkt am Einfahrtsgatter sitzt, wenn ein Fahrer ins Wenden fährt. Ein schnelles zur Seitegehen, wenn es denn erforderlich werden sollte, ist so unmöglich. Diese Sache sollten auch in Zukunft alle Veranstalter beherzigen. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Verhalten einiger Teilnehmer. Der Parcours endet mit der Haltelinie, von hier aus fährt man mit mäßiger Geschwindigkeit zu seinem Parkplatz. Auch wenn man sich noch so sehr über Fehler, das Verhalten von Sportwarten oder Sonstiges ärgert, ist es noch lange kein Grund dafür, wie wahnsinnig durch das parc fermé zu rasen und Personen zu gefährden. All die Fahrer, die sich hierdurch angesprochen fühlen, sollten sich doch noch einmal hierüber Gedanken machen.

Abschließend wünscht www.pkw-turniersport.de den Teilnehmern an der Norddeutschen Meisterschaft in Schleswig und den Teilnehmern der Deutschen Meisterschaft in Bad Aibling viel Erfolg.

Kay Kudinow

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