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36. Westdeutsche ADAC Turniersportmeisterschaft am 18. September 2010

Spannendes Finale endet mit Sieg von Wilke Burmester

Am 18. September fand in Detmold die 36. Westdeutsche ADAC Turniersport-Meisterschaft statt. Ausrichter war der ADAC Ostwestfalen-Lippe. Bei idealen äußeren Bedingungen wurde die Veranstaltung auf einem zentral gelegenen Parkplatz in Detmold durchgeführt. Durch einige kurzfristige Absagen gingen leider nur 34 Teilnehmer, darunter fünf Damen, an den Start.

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der beiden Regionalclubs Weser-Ems und Westfalen, die sich ein packendes Duell um die drei zu vergebenden Titel lieferten. Die Starter der Regionalclubs Nordrhein und des Gastgebers Ostwestfalen-Lippe konnten nur bedingt in den Zweikampf eingreifen. In der Herrenwertung kam der zu den Favoriten zählende Horst Erning nach insgesamt sechs Parcoursfehlern nur auf einen enttäuschenden 13. Platz. Nicht viel besser erging es Stefan Bösewill vom ADAC Regionalclub Weser-Ems. Der Lancia A112-Pilot brachte keinen fehlerfreien Lauf ins Ziel und nach insgesamt vier Parcoursfehlern belegte er den Gesamtrang 12. Bester Teilnehmer des ADAC Ostwestfalen-Lippe an diesem Tag war Andreas Kopp. Er schaffte es als einer von vier Fahrern alle drei Läufe fehlerfrei ins Ziel zu bringen. Lohn dafür war Platz acht, knapp hinter Hajo Schwob vom ADAC Nordrhein, der damit der beste Teilnehmer vom ADAC Nordrhein war.

Auf den vorderen Plätzen tobte der Kampf zwischen den Spitzenfahrern des ADAC Weser-Ems und Westfalen. Nach dem ersten Lauf konnte sich zunächst der Titelverteidiger Dawid Wieder an die Spitze setzen. Er distanzierte das Starterfeld gleich um mehrere Sekunden. Auf den weiteren Plätzen folgten mit Kay Kudinow, Wilke Burmester und Martin Tieben die weiteren Favoriten. Einen mäßigen Start in den Wettkampf erlebten dagegen Manfred Sandersfeld und Carsten Winkler, die durch Parcoursfehler zunächst auf Plätze im Mittelfeld zurückfielen. Beide erhielten sich aber mit fehlerfreien zweiten Läufen die Chance auf eine gute Platzierung. Aus der Spitzengruppe patzte im zweiten Lauf ausgerechnet der bis dato Führende Dawid Wieder, dem ein Spurfehler unterlief. Die übrigen Favoriten zeigten keine Schwäche und so musste der dritte Umlauf die Entscheidung bringen.

Dawid Wieder vergab alle Titelchancen durch einen Drei-Fehler-Lauf zum Abschluss. Da nutzte auch die Tagesbestzeit nichts mehr - Platz sechs am Ende für ihn. Knapp davor landete Carsten Winkler, der einen zweiten fehlerfreien Lauf ins Ziel brachte und sich damit seinerseits wiederum nur ganz knapp dem Viertplatzierten Manfred Sandersfeld beugen musste. 53/100 Sekunden brachten hier die Entscheidung zu Gunsten des Weser-Ems Piloten.

Für das Podest reichte allerdings auch das nicht. Hier konnte Martin Tieben durch eine beherzte Schlussrunde den Angriff der o.g. Fahrer abblocken. Auch wenn der Mann aus Westfalen mit dem dritten Platz zufrieden sein konnte, so trauerte er doch der vergebenen Chance im zweiten Wertungslauf auf eine noch bessere Platzierung nach. In diesem Umlauf blieb der VW Polo-Fahrer zwar ebenso fehlerfrei wie in den beiden übrigen Runden, aber ein Korrekturzug beim Parken kostete wertvolle Sekunden und vielleicht sogar den Sieg an diesem Tag. Den machten die beiden Weser-Ems Piloten Kay Kudinow und Wilke Burmester unter sich aus. Wilke Burmester hatte dabei den Vorteil, vorlegen zu können und mit einer abschliessenden fehlerfreien und noch dazu schnellen dritten Wertungsrunde tat er alles für den Sieg. Den konnte ihm als letzter Fahrer nur noch Kay Kudinow streitig machen. Bis zum vorletzten Hindernis, der Parklücke, lief für den Mini-Fahrer alles planmäßig, doch dann führte eine kleine Unachtsamkeit zu einem Fehler und vorbei war es mit dem Sieg. 0,64 Sekunden Rückstand brachten Kay Kudinow aber noch auf den zweiten Platz vor Martin Tieben, der damit der beste Starter des ADAC Westfalen war.

Die Mannschaftswertung konnte der ADAC Weser-Ems knapp vor dem ADAC Westfalen für sich entscheiden.

In der Damenwertung schliesslich schlug der ADAC Westfalen zurück. Die als klare Titelfavoritin gestartete Andrea Lemberg lieferte einen beeindruckenden Wettkampf ab. Mit zwei Fehlern im ersten Wertungslauf gestartet blieb die Spitzenfahrerin des ADAC Westfalen in den beiden weiteren Läufen fehlerfrei und sicherte sich überlegen zum fünften Mal den Titel der Westdeutschen Meisterin vor Petra Soczek aus Bremen und Anja Winkler, einer weiteren Teilnehmerin des ADAC Westfalen. Im Gesamtklassement reichte es für Andrea Lemberg zu einem bemerkenswerten neunten Platz.

Im Schatten der Positionskämpfe um die Einzeltitel bei der Westdeutschen Turniermeisterschaft gab es aber auch im Mittelfeld noch zwei Überraschungen, die es zu erwähnen gilt. Dort sorgten zwei ganz junge Fahrer, Andreas Schlömer vom ADAC Westfalen und Rene Smilgies vom ADAC Weser-Ems für Furore. Beide in ihrer ersten Turniersportsaison unterwegs zeigten von Beginn an keine Nervosität und konnten mit jeweils einer fehlerfreien Runde voll überzeugen. Durch gute zweite Läufe mit jeweils nur einem Parcoursfehler kamen die Rookies auf die Plätze 21 und 22 und das ist für diese beiden Fahrer sicher Motivation genug, um auch im nächsten Jahr mit tollen Erfolgen für Aufsehen zu sorgen.


Carsten Winkler



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